Verkehrspsychotherapie zum Punkteabbau

Die Teilnahme an einer Verkehrspsychologischen Beratung nach § 4 Absatz 9 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) ist freiwillig. Der Psychotherapeut muss hierzu eine besondere Ausbildung absolviert haben (amtlich anerkannter verkehrspsychologischer Berater nach § 4 Abs. 9 StVG) und ebenfalls eine Seminarerlaubnis zur Durchführung von Fahreignungsseminaren vorweisen.
Die Themen und die  Art der Beratung werden individuell auf die Problematik angepasst. Ziel ist es, Wege zu einem angemesseneren Verhalten im Straßenverkehr zu finden. Die Teilnahmebescheinigung wird dann beim Straßenverkehrsamt vorgelegt und führt zu einem Abzug von 1 Punkt in Flensburg. Im Wesentlichen kommen hier drei Zielgruppen in Frage:

1. Fahranfänger in der Probezeit,
die nach einer Nachschulung nochmals auffällig geworden sind. Eine verkehrspsychologische Beratung ist in solchen Fällen zu empfehlen. Nach Absolvierung wird 1 Punkt in Flensburg gestrichen. Das eigentliche Ziel ist aber, weitere Auffälligkeiten zu vermeiden, um nicht einen Fahrerlaubnisentzug und eine anschließende MPU zu riskieren.

2. Kraftfahrer mit 4-5 Punkten
Der Schwerpunkt liegt hier ebenfalls darauf, weitere Auffälligkeiten zu vermeiden. Die Punktereduzierung ist dabei sehr von Bedeutung, da ab 6 Punkten der Entzug der Fahrerlaubnis durch die Verwaltungsbehörde droht.

3. Kraftfahrer mit 6-7 Punkten
Der Fokus liegt auf der Verhinderung des Entzugs der Fahrerlaubnis. Ein Punkteabbau ist hier nicht mehr möglich. Ein Aufbauseminar wird angeordnet. Wird dies nicht absolviert, so droht der Führerscheinentzug und die Wiedererlangung der Fahrerlaubnis kann dann nur über eine positiv begutachtete MPU erfolgen.

Sie möchten Ihre Punkte verringern oder einen Führerscheinentzug verhindern?
Dann wenden Sie sich gerne an uns.

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Radarfallen können zum Fahrerlaubnisentzug führen.